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DIN 31051 - Grundlagen der Instandhaltung: Ingenieur, der einen Laptop für die Wartung in einem Wärmekraftwerk benutzt

DIN 31051: Ihre Basis für effiziente Instandhaltung in der Elektronik

Um technische Anlagen hinsichtlich ihrer Effizienz, Betriebssicherheit und Langlebigkeit in Schuss zu halten, bedarf es sorgfältiger Instandhaltung. Die DIN 31051 bietet hierfür einen strukturierten Ansatz mit vier klar definierten Maßnahmen. Doch wie setzen Sie diese Norm in der Praxis um und welche Tools benötigen Sie dafür?

Autor: Roberto Bellandi | | Lesezeit: ca. 8 Minuten

Ihre Vorteile mit normgerechter Instandhaltung

  • Minimale Ausfallzeiten: Maximale Maschinenverfügbarkeit durch präventive Maßnahmen.
  • Kostenersparnis: Vermeidung teurer Reparaturen und ungeplanter Stillstände.
  • Längere Lebensdauer: Erhaltung Ihrer wertvollen Anlagen und Bauteile.
  • Rechtssicherheit: Einhaltung relevanter Normen und Vorschriften.

Definition DIN 31051: Das Fundament Ihrer Qualitätsstrategie

Die Instandhaltung nach DIN 31051 ist eine zentrale Säule der Qualitätssicherung in der Elektronik- und Fertigungsindustrie. Sie beschreibt die Summe der technischen, organisatorischen und administrativen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Güte eines Bauelements oder einer Maschine. Ziel ist es, Ausfallzeiten zu minimieren und teure Reparaturen oder ungeplante Austauschaktionen zu verhindern. Für die Elektronikbranche, wo Präzision und Zuverlässigkeit entscheidend sind, ist diese Vorgehensweise unerlässlich.

Die DIN 31051 unterteilt die Instandhaltung in vier Kernmaßnahmen: Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Diese Struktur ermöglicht einen systematischen Ansatz, um den Zustand von technischen Systemen zu planen, zu überwachen und zu optimieren.

Wartung nach DIN 31051: Vorbeugung durch regelmäßige Überprüfung

Im Bereich Wartung dreht sich primär alles darum, den Erhalt des Sollzustandes sowie eine intakte Betriebssicherheit zu gewährleisten. Dies beinhaltet vorbeugende Maßnahmen wie das Ölen und Fetten von Komponenten, das Nachfüllen von Betriebsstoffen und den Austausch von Verschleißteilen. Dabei liegt der Fokus stets auf der Prävention und dem Hinauszögern von Abnutzungserscheinungen, um unerwartete Kosten zu vermeiden.

Eine kontinuierliche Wartung führt zur Vermeidung umfangreicher Reparaturen und sichert langfristig die Funktionstüchtigkeit von technischen Komponenten. Regelmäßiges Reinigen und Justieren von Mikrochips oder das Überprüfen von Steckverbindern zählen in der Elektronik-Branche beispielsweise zu klassischen Wartungsarbeiten, um die hohen Standards von Qualität und Zuverlässigkeit sicherzustellen.

Ihre Werkzeuge für die Wartung nach DIN 31051:

  • Reinigungsmittel & ESD-Schutz: Für die Pflege empfindlicher Elektronik und den Schutz vor elektrostatischer Entladung.
    Zu den Reinigungsmitteln

    Zum ESD-Schutz-Portfolio

  • Präzisionswerkzeuge: Schraubendreher, Pinzetten und Spezialwerkzeuge für feine Justierungen.
    Zum Sortiment
  • Kabelbinder & Kabelmanagement: Für eine ordentliche und wartungsfreundliche Verkabelung.
    Zum Sortiment

Inspektion nach DIN 31051: Check-up für Ihre Elektronik

Um bei unerwartet auftretenden Problemen rasch und zielgerichtet agieren zu können, sind regelmäßige gründliche Prüfungen der Beschaffenheit eines technischen Objektes nötig. Im Zuge der Inspektion kann mit einer Vielzahl von Techniken der aktuelle Zustand eines Instandhaltungsobjektes erhoben, erfasst und anschließend beurteilt werden. Je nach Branche und zu prüfender Eigenschaft kommen unterschiedlichste Verfahren zum Einsatz und decken potenzielle Fehlerquellen auf, noch bevor tatsächlich Schäden entstehen.

In der Leiterplattenherstellung wird zum Beispiel die Druckqualität über die automatisierte optische Inspektion (AOI) überwacht. Für die Inspektion von elektronischen Anlagen sind präzise Messgeräte unerlässlich, um elektrische Parameter, Temperaturen oder mechanische Abweichungen zu erfassen.

Erfahren Sie mehr über AOI in unserem Blog!

Messgeräte für Ihre Inspektion (DIN 31051)

Weitere Inspektionshilfen:

  • Endoskope & Mikroskope: Für die visuelle Prüfung schwer zugänglicher Bereiche.
    Zum Sortiment
  • Spannungsprüfer & Stromzangen: Zur schnellen Überprüfung elektrischer Größen.
    Zum Sortiment
  • Datenlogger: Zur Langzeitüberwachung von Parametern.
    Zum Sortiment

Instandsetzung nach DIN 31051: Schnelle Reparatur bei Defekten

Eine effiziente Prävention von Fehlern ist immer erstrebenswert. Doch sind bereits Schadensfälle und Störungen eingetreten, gilt es, diese durch Instandsetzungsmaßnahmen zügig zu beheben. Instandsetzung umfasst jegliche Reparaturmaßnahmen, um den definierten Soll-Zustand eines Objektes wiederherzustellen. Vielfach handelt es sich dabei um den Austausch fehlerhafter oder gänzlich defekter Komponenten.

Besonders aus der Telekommunikation ist bekannt, welche weitreichenden Folgen der Ausfall von Netzwerkkomponenten verursachen kann. Um Imageschäden durch lange Ausfallzeiten zu umgehen und einen stabilen Betrieb des Netzwerks wiederherzustellen, ist eine zuverlässige und schnelle Reparatur maßgeblich.

Ersatzteile und Werkzeuge für die Instandsetzung:

  • Halbleiter & Mikrochips: Für den Austausch defekter Elektronik und die Reparatur von Platinen.
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  • Steckverbinder & Kabel: Für die Wiederherstellung von Verbindungen und die Reparatur von Leitungen.
    Zum Sortiment
  • Löttechnik & Entlötgeräte: Für präzise Reparaturen an elektronischen Baugruppen.
    Zum Sortiment
  • Werkzeuge für die Kabelkonfektionierung: Crimpzangen, Abisolierer und Kabelschneider.
    Zum Sortiment

Verbesserung nach DIN 31051: Kontinuierliche Optimierung

Gibt es keine Defekte zu beheben, kommt mit der Maßnahme der Verbesserung eine weitere Komponente der Instandhaltung nach DIN 31051 ins Spiel. Ziel ist es dabei, funktionierende Systeme und Anlagen so anzupassen, dass sie noch effizienter und zuverlässiger arbeiten. Diese Feinjustierungen können in Steigerungen der Wirtschaftlichkeit, Produktionssicherheit wie auch der Umweltverträglichkeit resultieren.

Schwachstellenanalysen identifizieren die Produktionsabschnitte in Systemen, die zwar funktionstüchtig sind, deren maximale Effizienz aber noch nicht völlig ausgeschöpft ist. Typisch sind derartige Maßnahmen in der kontinuierlichen Verbesserung von automatisierten Fertigungslinien, wie etwa bei der Herstellung von Leiterplatten. Dies kann den Austausch von Komponenten gegen energieeffizientere Modelle oder die Integration von smarter Sensorik bedeuten.

Produkte zur Verbesserung Ihrer Anlagen:

  • Sensoren & Aktoren: Für präzisere Steuerung, Überwachung und Automatisierung.
    Zum Sortiment 
  • SPS-Steuerungen & HMIs: Für optimierte Automatisierungsprozesse und bessere Visualisierung.
    Zum Sortiment
  • Energieeffizienz-Komponenten: Wie LFP-Akkus oder effiziente Netzteile zur Reduzierung des Energieverbrauchs.
    Zum Sortiment
  • Industrial IoT-Module: Zur Vernetzung und Datenerfassung für Predictive Maintenance.
    Zum Sortiment

Klassifizierung durch DIN EN 13306: Vorbeugend vs. Korrektiv

Neben der klassischen DIN 31051 ist noch eine weitere Norm im Zusammenhang mit der Instandhaltung relevant: die DIN EN 13306. Darin werden die einzelnen Maßnahmen in zwei übergeordnete Hauptkategorien eingeteilt, nämlich in vorbeugende und korrektive Instandhaltung. Sie knüpfen zwar an unterschiedlichen Stellen des gesamten Instandhaltungsprozesses an, erzielen jedoch nur in Kombination miteinander die angestrebte Wirkung.

Vorbeugende Instandhaltung: Proaktiv gegen Ausfälle

Unter vorbeugender Instandhaltung lassen sich alle Arbeitsschritte zusammenfassen, die potenzielle Ausfälle und Defekte noch vor ihrem Entstehen frühzeitig aufzeigen. Konkret: Wartung und Inspektion. Besonders in der Medizintechnik bedingen feinfühlige Sensoren und die Schaltkreise komplexer Systeme diese proaktive Herangehensweise für eine verlässliche Qualitätssicherung.

Korrektive Instandhaltung: Schnelle Reaktion bei Störungen

Als korrektive Instandhaltung gilt die Fehlerbehebung nach Störungen und Ausfällen, die trotz präventiver Maßnahmen auftreten – also der Instandsetzung. Das lässt sich anhand der Reparatur von defekten Mikrochips in Computerhardware erklären. Denn: Es wurden zwar vorbeugende Maßnahmen getroffen, um die Anfälligkeit für Defekte zu minimieren, dennoch sind gelegentliche Störungen unvermeidlich. Das Ersetzen des schadhaften Chips ist somit eine Instandsetzungs-Maßnahme, die der korrektiven Instandhaltung zuzuordnen ist.

Nutzen und Zukunftsentwicklungen der Instandhaltung: Ihr Wettbewerbsvorteil

Fassen wir zusammen: Die Instandhaltungsnormen DIN 31051 und DIN EN 13306 sind für die Qualitätssicherung in der Elektronikbranche maßgeblich. Sie sorgen für maximale Betriebsamkeit und erhöhen die Lebensdauer von Geräten und Maschinen. In weiterer Folge sind dadurch substanzielle Kostenersparnisse erzielbar.

Durch die steigende Bedeutsamkeit des Internet of Things (IoT) sowie die zunehmende Automatisierung diverser technischer Abläufe ergeben sich aktuell auch im Bereich Instandhaltung signifikante Entwicklungen. Konzepte wie Instandhaltung 4.0 und Predictive Maintenance spielen immer größere Rollen und ermöglichen eine intelligente, vorausschauende Wartung – ein klarer Fortschritt in Sachen Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Anlagen.

Lesen Sie in unserem Blog alles über Instandhaltung 4.0.

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Häufig gestellte Fragen zur DIN 31051

Was ist das Ziel der DIN 31051?

Das primäre Ziel der DIN 31051 ist die Sicherstellung und Wiederherstellung des funktionsfähigen Zustands sowie die Optimierung von technischen Systemen. Sie dient dazu, Ausfallzeiten zu minimieren, die Lebensdauer von Anlagen zu verlängern und die Betriebssicherheit zu erhöhen, was letztlich zu erheblichen Kostenersparnissen führt.

Welche vier Maßnahmen umfasst die DIN 31051?

Die DIN 31051 gliedert die Instandhaltung in vier Hauptmaßnahmen:

  • Wartung: Maßnahmen zur Bewahrung des Sollzustandes (z.B. Reinigen, Schmieren, Justieren).
  • Inspektion: Maßnahmen zur Feststellung und Beurteilung des Istzustandes (z.B. Prüfen, Messen, Überwachen).
  • Instandsetzung: Maßnahmen zur Wiederherstellung des Sollzustandes (z.B. Reparieren, Austauschen defekter Teile).
  • Verbesserung: Maßnahmen zur Steigerung der Funktionssicherheit oder Effizienz (z.B. Modernisierung, Optimierung).

Was ist der Unterschied zwischen DIN 31051 und DIN EN 13306?

Die DIN 31051 ist eine deutsche Norm, die die grundlegenden Maßnahmen der Instandhaltung definiert. Die DIN EN 13306 ist eine europäische Norm, die eine umfassendere Terminologie für die Instandhaltung festlegt und die Maßnahmen der DIN 31051 in die übergeordneten Kategorien „vorbeugende Instandhaltung“ (Wartung, Inspektion) und „korrektive Instandhaltung“ (Instandsetzung) einordnet. Beide Normen ergänzen sich und sind für ein ganzheitliches Instandhaltungsmanagement relevant.

Welche Rolle spielt die Instandhaltung in der Industrie 4.0?

In der Industrie 4.0 wandelt sich die Instandhaltung von einer reaktiven zu einer proaktiven und vorausschauenden Disziplin (Predictive Maintenance). Durch die Vernetzung von Maschinen (IIoT) und den Einsatz von Machine Learning können Maschinendaten in Echtzeit analysiert werden, um den Zustand von Anlagen präzise zu überwachen und Wartungsbedarfe frühzeitig zu erkennen. Dies führt zu einer weiteren Minimierung von Ausfallzeiten und einer Maximierung der Effizienz.

Welche Produkte benötige ich für eine normgerechte Instandhaltung nach DIN 31051?

Für eine normgerechte Instandhaltung benötigen Sie eine Vielzahl von Produkten, die den vier Säulen der DIN 31051 entsprechen:

  • Wartung: Reinigungsmittel, Schmierstoffe, Präzisionswerkzeuge, Kabelmanagement-Produkte.
  • Inspektion: Multimeter, Oszilloskope, Funktionsgeneratoren, Thermometer, Endoskope, Datenlogger.
  • Instandsetzung: Halbleiter, Mikrochips, Steckverbinder, Löttechnik, Werkzeuge für Reparaturen.
  • Verbesserung: Sensoren, Aktoren, SPS-Steuerungen, Energieeffizienz-Komponenten, Industrial IoT-Module.
Autor: Roberto Bellandi, Roberto Bellandi ist einer der Produktmanager bei Bürklin Elektronik. Dort ist er für Messtechnik, Werkzeuge und Werkstattbedarf, Löttechnik, Gehäuse sowie chemische Erzeugnisse verantwortlich. Roberto arbeitet seit 2017 bei Bürklin Elektronik und verfügt über 25 Jahre Erfahrung als Produktmanager in der Elektronikbranche. Zuvor war er bei diversen Elektronikdistributoren tätig. Er ist Experte auf seinen Gebieten und interessiert sich für alle Themen rund um erneuerbare Energien.